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Explosionsschutz | ATEX Richtlinie 94/9/EG Schischek GmbH Explosionsschutz
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ATEX Explosionsschutz

Liebe Leser,

Explosionsschutz ist ein komplexes Thema, das stets mit Verantwortungsbereit-
schaft, mit Sicherheit für Leben, Gesundheit und Werte zu tun hat. Wir wollen Ihnen Informationen und Fakten zur Verfügung stellen und natürlich auch Produkte und Lösungen, damit Sie sich bestens aufgehoben fühlen und sichere Anlagen planen, bauen und betreiben, gemäß ATEX versteht sich!


Rechtsgrundlagen im Explosionsschutz
Die Regeln des Explosionsschutzes in den Mitgliedsstaaten der EG werden durch den Übergang der EG Ex-Schutz Richtlinie 76/117/EWG ff auf die beiden neuen EG-Richtlinien 94/9/EG (ATEX 95) und 95/C 332/06 (ATEX 137) geprägt. Durch die neuen Richtlinien wird im Europäischen Regelwerk der Explosionsschutz voll-
kommen harmonisiert. Es gab eine Übergangszeit zur Umstellung vom "alten" auf das "neue" Europäische Recht. Die Regeln nach "altem " Europäischem Recht galten bis zum 30.06.2003.

Zwingend vorgeschrieben für die Konstruktion elektrischer explosionsgeschütz-
ter Betriebsmittel ist seit 1.Juli 2003 die Ex-Schutz-Richtlinie ATEX gemäß 94/9/EG – zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten für Ge-
räte und Schutzsysteme zur bestimmungsgemäßen Verwendung in explosions-
gefährdeten Bereichen.

Für eine einheitliche Einstufung explosionsgefährdeter Anlagen und damit als Basis für die Auswahl und Zuordnung der Systeme und Geräte, einschließlich der Installation wird die in Umsetzung befindliche Richtlinie 1999/92/EG (ATEX 137) dienen.

ATEX
Richtlinie 94/9/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23.März 1994 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedsstaaten für Geräte und Schutzsysteme zur bestimmungsgemäßen Verwendung in explosionsge-
fährdeten Bereichen.

Zertifikate
Für elektrische, explosionsgeschützte Betriebsmittel sind entsprechende Zu-
lassungen und Zertifizierungen vorzuweisen. Die Prüfungen sind von einer amtlichen (benannten) Prüfstelle durchzuführen (z.B. PTB - Physikalisch Tech-
nische Bundesanstalt in Braunschweig). Zulassungen gemäß ATEX werden
auch in vielen außereuropäischen Staaten/Ländern akzeptiert.

Verantwortlichkeiten
Die Verantwortung für die Einhaltung aller Normen und Richtlinien, von der Produktion, über die Planung, bis hin zur Installation, zum Betrieb und zur Wartung hat deutlich zugenommen.

Jeder Einzelne muss sich darüber im Klaren sein, dass er als Teil eines Gesamtprojekts persönliche Verantwortung übernimmt:


- Bauherr
- Betreiber
- Architekt
- Planungsbüro
- Regelungsfirma
- Abnahmebehörde
- Anlagenbauer/Installateur
- Hersteller
- Produktlieferant
- Wartungsfirma
ATEX

Dies hat weitreichende Konsequenzen in der Auswahl, der Installation, dem Betrieb, sowie der Wartung von Betriebsmitteln innerhalb explosionsgefährdeter Bereiche. Zum ersten Mal werden nicht nur elektrische Betriebsmittel unter dem kritischen Blick der potenziellen Explosionsgefahr betrachtet, sondern auch mechanische, pneumatische und hydraulische Geräte und Gerätebestandteile. Darunter zählen beispielsweise ebenso, wie mechanische Getriebe und Kupplungen, pneumatische Stellglieder und Sensoren oder Flanschverbin-
dungen, sowie andere bisher als unkritisch eingestufte Anlagen-Komponenten.

Gleichzeitig wird dem Staubexplosionsschutz deutlich mehr Aufmerksamkeit gewidmet. War bisher der Staubexplosionsschutz ohne eigene Normung für die Konstruktion und Zertifizierung, so ändert sich dies mit der neuen ATEX Richtlinie. Durch die Erkenntnis, dass eine nicht unbedeutende Zahl erfolgter Explosionen auf unzureichend gesicherte Staubbereiche zurückzuführen sind, hat man für die Kennzeichnung und Zertifizierung von Betriebsmitteln zum Einsatz in diesen Bereichen die Normen im deutlich Staubexplosionsschutz erweitert.


Wann entsteht Explosionsgefahr?
Explosionsgefahr entsteht beim Umgang mit brennbaren Susbstanzen, wenn diese als Gase, Nebel, Däpfe oder Stäube in zünd-
fähiger Konzentration vorliegen.

Wann ist mit einer Explosion zu rechnen?
Eine Explosion entsteht, wenn folgende Komponenten zum gleichen Zeitpunkt am gleichen Ort sind:

- Explosionsfähiges Medium
- Eine Zündquelle
- Sauerstoff


Explosion

Typische Zündquellen
Die häufigsten Unfallursachen sind Selbstzündung, heiße Oberflächen und mechanisch erzeugte Funken. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl weiterer Zündquellen, die durch mechanische und/oder elektrische Betriebsmittel hervorgerufen werden können:


Selbstzündung, Offene Flamme, Statische Elektrizität, Ultraschall, Heiße Oberflächen, Mechanisch erzeugte Funken, Blitzschlag, Chemische Zündquellen



Vom Brand zur Detonation
Wirkung und Reaktionsgeschwindigkeit steigen vom Brand über die Stichflamme, die Verpuffung und die Explosion bis hin zur De-
tonation deutlich an. Dabei sind Explosionen bei gasförmigen Medien und Detonationen eher bei Stäuben zu erwarten.

vom Brand zur Detonation
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